Eigentlich soll es hier um Football gehen. Eigentlich. Aber das kleine Äffchen in meinem Kopf hat gerade Hochsaison, und bevor ich zum Sport komme, muss ich einmal kurz Dampf ablassen. 🙈
Kurzer Canon-Rant, sorry
WTF ist eigentlich mit Canon los? Teure Kamera – und trotzdem stoße ich immer wieder an Grenzen, die mir völlig unlogisch erscheinen. Neuestes Highlight: Mein geliebter RAW-Burst-Modus geht nur, wenn das WLAN aus ist. Weird. Und nach so etwas wie Open Source brauche ich gar nicht erst zu fragen. Würde Canon gerade echt niemandem mehr empfehlen. 😤
Der Hintergrund für den Frust ist nämlich meine neueste Schnapsidee (das Äffchen gibt ja nie Ruhe): Bilder schon während des Shootens auf Handy, Tablet, Server oder egalwohin schieben, unterwegs automatisch schnell bearbeiten – bäm, fertiges Material für Social Media oder so. Einen Mini-POC habe ich sogar schon gebaut. Nur wird das Ganze schwierig, wenn Canon nervt. Die Canon-Companion-App steigert mir übrigens schon den Blutdruck, ohne dass ich sie überhaupt öffnen muss. 😅
Ich komme gleich darauf zurück – das musste erstmal raus. 🙂
Zurück zum Football
So. Football. Erstes Auswärtsspiel mit den Albershausen Crusaders. Gegner: die Biberach Beavers – lustigerweise auch schon meine Gegner beim allerersten Heimspiel mit Kamera. Da schließt sich doch glatt ein Kreis.
Diesmal hatte ich richtig Bock, auch das ganze Drumherum näher kennenzulernen. Denn meine bisherigen Erfahrungen sind:
- Football-Heimspiele: hin, Fotos, wieder weg. Kaum Kontakt mit der Mannschaft – man hat ja doch meistens die Kamera vor der Nase und guckt durchs Glas.
- Kreisliga-Fußball-Auswärtsspiele: zehn Minuten zu spät am Treffpunkt, erstmal noch eine rauchen, „wer hat denn die Trikots?" und „wer hat den wenigsten Restalkohol und fährt nochmal los, sie holen?"
Entsprechend neu für mich: 10:15 Uhr Treffen für ein Spiel um 15 Uhr – und Anreise mit dem Bus! 🚌
Vorher habe ich gefühlt zwölfmal die Wetter-App gecheckt, ob ich die Ausrüstung wasserfest machen muss. Entscheidung: den Teller leer essen und auf gutes Wetter hoffen. Blog-Konstante: Ich hätte mich eincremen sollen. Heiß und so. 😜
Warmup für alle
Am Ziel angekommen: jede Menge Zeit und zwei Kameras dabei. Ergebnis: Ich hatte glaube ich schon fast 1000 Bilder auf der Karte, bevor das Spiel überhaupt angefangen hat.
Dafür war ich am Ende gut aufgewärmt – und das war auch bitter nötig. Sofort Action: erster Touchdown nach 40 Sekunden! Der guten Leistung auf dem Feld wollte ich natürlich in nichts nachstehen und habe QB und Receiver in genau dieser Situation erwischt. Good start! 🤘
Ein Halbzeit-Experiment
Weil ich diesmal nicht „liefern" musste wie beim letzten Mal, habe ich befreit fotografiert und ein bisschen experimentiert. Eines der Experimente: Bilder direkt beim schnellen Review mit einem Rating versehen (das kann der Kamerad tatsächlich, es gibt sogar eine eigene Taste dafür – oh Wunder). In der Halbzeit dann die markierten in einen bestimmten Ordner aufs Handy importiert. Ein paar Minuten später hatte ich automatisch verschiedene Varianten davon auf dem Handy – und ab damit in die Insta-Story. Seeeehr ausbaufähig, aber immerhin mal ein Anfang:
5000 Bilder und ein vergessenes Tablet
Danach: heim mit rund 5000 Bildern. Kann ich ja im Bus schon mal ein bisschen sortieren, dachte ich – ich habe schließlich jetzt ein tolles Tablet. Das ich ganz toll zu Hause habe liegen lassen. AAAAAAAAH!
Okokok, ganz ruhig, Fränky, dann halt daheim weiter. Bilder auf den Rechner ziehen, RAW-Burst entpacken und in Darktable importieren – das dauert aber seine Zeit. Lang genug für die nächste dumme Idee: das Tablet als Eingabegerät benutzen. Ja, das ist mir ausgerechnet auf der Rückfahrt eingefallen. Der Kopf hatte Langeweile, weil ich ebendieses Tablet ja nicht dabei hatte. 😂
Also gegoogelt, "gechattiet" oder wie auch immer man das heute nennt, zwei, drei Tests – und mit Open Stage Control was zusammengebastelt:
Seeeehr geile Sache. Damit geht es viel entspannter durch die Bildermassen – und es hat noch so viel Potenzial, um mich die nächsten Tage, Wochen und Monate darin zu verzetteln. 😎
Pipeline, Gimp und künstlerische Freiheit
Dann erstmal die gewohnte Bildbearbeitung. Die Imagepipeline hat ein paar neue Rezepte bekommen, aber ausnahmsweise keine Breaking News. Hat einfach geliefert. I like:
Dazu ein paar Gimp-Edits, die mir richtig gut gefallen. Hat jetzt nicht mehr wahnsinnig viel mit Fotografie zu tun – aber das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt. 😈
Und eigentlich hätte das ADHS noch ein paar Video-Ideen mehr im Angebot gehabt – aber das klappt noch nicht so, wie ich will. Vielleicht beim nächsten Mal. Bis dahin gibt es unten in der Galerie den Rest vom Tag. 🤘